Einer von Geschichten

Tag: CC mrs.mirabilis geschichte

Malkuth stolperte hinter Hod her. Zwar hatte seine beste Freundin ihm ein neues Paar Beine gemacht, direkt nach der Flucht, und dies war auch nicht der Grund für seine Ungeschicktheit. Er war nervös. Eher Angst. "Madame Hod…" "Majestät" "Madame Maj…" "Majestät" "Majestät,… Wissen Sie warum Monsieur Krone mich sprechen will?" "Nein" Malkuth schluckte.
Er war schon vor seiner Inhaftierung von der Abteilung im Schloss gewesen, er kannte sogar Hod,… auf eine Art…, doch heute würde er den "Thronsaal" sehen. Hod ging zügig eine Wendeltreppe hinauf. Malkuth überlegte für ein paar Sekunden ob es nicht unhöflich sei, hinter einer Frau die Treppe hochzulaufen, bis ihm einfiel welche Person Hod war.

Es ist speziell, dass ich Hod nie zu vor getroffen habe, in der ganzen Zeit in der Abteilung. Ich sollte mich doch irgendwie mit verstehen, wir beide sehen nur äusserlich menschlich aus. Doch eben dies Unterscheidet uns: Ich bin die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Ich frage mich, warum ich hier bin.

Er musste lachen. Natürlich leise, nicht das Hod es mitbekam.

Hod und Malkuth näherten sich der Saaltür. Die Dienerin, ein Automat, den man eine Seele gegeben hat, begrüsste sie mit einen ruckelnden Verbeugung. Hod nickte kurz. Malkuth beobachtete die Bedienstete unter seiner Maske. Sie bemerk es und wurde nervös, erkennbar durch das unmelodische Ticken.

Was unterscheidet mich den so von den anderen? Es kann doch nicht sein, dass meine Fähigkeiten so mächtig sind? Oder weiss er von…

Er fixierte sich wieder auf Hod, die Anstalten machte in den Saal zu gehen. Malkuth hörte ein Quietschen hinter sich, das er als erleichtertes Seufzen der Dienerin deutete. Er würde sich später mit ihr unterhalten, nach dem Kether mit ihm fertig war.
Der Saal mit dem Tisch und den elf Stühlen war nur in den Ecken dunkel, was für einhunderteinundzwanzig Kerzen eindrücklich war. Malkuth schielte unter seiner hölzernen zweiten Antlitz im Raum. Zwar war er überwältigt wie dramatisch und kitschig alles wirkte, was ihm im Übrigen gefiel, doch ging es ihm um Kether. Er war sich nicht sicher, wie ihr Anführer es aufnahm, dass er hier stand.

"Ich grüss euch, meine Zweige"

Hod und Malkuth beugten ihre Köpfe unosolo in die Richtung, aus der sie die Stimme vermuteten.
"Gedankt sei dir, Hod. Ich erlaube dir zu gehen" "Danke" Hod beeilte sich für Malkuths Geschmack zu sehr, weg zu kommen. Er erinnerte sich, dass er sehr schnell etwas in die kalte und berechnete Art seiner "Kollegen" hineininterpretierte. Seine volle Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf die Person, die er unter Kether, die Krone des Caecus Carneliana Baums, kannte.
"Königreich, mein treuer Zweig. Du bist unbeschadet zurückgekehrt" "Sie sind nicht verärgert über meine Gefangennahme, meine Krone?" "Hast du uns verraten?", erwiderte der Schatten. Malkuth zögerte. "Ich weiss es nicht" Wenn er echte Muskeln gehabt hätte, hätte er sie verkrampft aus Angst vor der Nachfolgenden Reaktion.
"Ist deine Antwort aus der Tatsache geboren, dass du die Hilfe einer von ihnen Beansprucht hast, Königreich?" Malkuth war nicht erleichtert, noch nicht, und so schwieg er mit gesenkten Kopf. "Du schweigst, weil du weisst, dass es eure Flucht kein Verrat an mir ist. Du zweifelst" Malkuth blieb still. "Du zweifelst an mir" Es war keine Frage und Kether hätte auch keine stellen müssen, um Malkuth aufzufordern zu antworten. "Ja", flüsterte Malkuth unter seiner Maske, "Warum bin ich wertvoll? Ich bin schwach… und doch ein Zweig" "Schwache Zweige wachsen länger und statt zu brechen, federn sie zurück. Du bist zurückgekommen. Kümmere dich nicht um deinen Wert. Ich entlasse dich."


Malkuth sah auf seine behandschuhte Finger, während er sie langsam bewegte. Die Scharniere bewegten sich fliessend, wie als seinen sie aus Muskeln und Nerven. Er war noch eine, zwei Minuten im Saal gestanden, ungewiss ob Kether weg war. Im war bewusst, dass die Dienerin ihn heimlich beobachtete. Sein Fokus wandte sich zu dieser. "Beantworte mir eine Frage" "Was erwarten sie zu hören, Meister Malkuth", sie konnte keine Angst empfinden, was sie aber nicht abhielt Sorgen zu machen. "Was bin ich?" "Verstehe nicht…Tick…Sie sind Meister Malkuth, ein Zweig, Diener von Meister Krone und hoher Herr…" "Was bin ich als Wesen?" "Das kann ich nicht beurteilen…Tick" Malkuth sah ein, dass diese philosophische Frage zu hoch war für ein Frucht. "Danke, Frucht… Wie war dein Name noch mal?" "Oh Meister Malkuth, …Tick… dies ist zu viel Ehre"

Scheinbar ist meine Höflichkeit zu viel für sie…

"Ich war lange weg, ist etwas besonders Geschehen?"


Der Gang echote das Klicken, dass Malkuths baren Füsse machten. Sein Ziel war die Bibliothek Auch Malkuth vernahm ein Chor von Glöckchen. Er rührte sich nicht, in dem er ganz steif an die Wand stand. Er wollte Gevurahs beobachten und er wusste wie dieser über dachte. Gevurahs Gesicht war ebenfalls maskiert, was es noch schwäre machte einzuschätzen, ob er seinen Zweigbruder zu beobachten. Gevurah hielt inne und versuchte herauszufinden, wessen Präsents er spürte. "Es ist zwecklos, still zu stehen. Ich sehe dich" Malkuth konnte es nicht unterdrücken belustigt zu sein, über seinen kindlichen Versuch, den blinden Gevurah auszutricksen. Gevurah find verärgert an sich zu schütteln. "Bist du das, Ursprung?", trotz Gevurahs Fähigkeiten, schien er Mühe zu haben, Malkuth von den Steinrelief auszumachen, offenbar nach jemand Unsichtbares, bis er seinen Kopf plötzlich auf Malkuth richtete. "NEIN, DU bist es!" Gevurahs Stimme enthielt all die Verachtung und Schmerz, dass jemand mit ihm gespielt hatte und eine schwache Seite von ihm entblößt hatte. Schneller als man es gedacht hatte, war Gevurahs Gesicht an Malkuths, oder mehr, dass was von Masken verhüllt war. Zu ersten mal war er froh über seine Natur, sonst hätte er den Schreck seines Leben gehabt. Es verging eine Zeit, in der alle Glöckchen verstummten. Gevurah machte Anzeichen, dass er nicht mehr so sicher war, dass in seinem Gegenüber leben herrschte.
Da hatte Malkuth die Idee zu sprechen: "Hallo"


Tiferet hatte es auf einem Sofa bequem gemacht. Sie lass aus Langeweile die Kurzgeschichte, die sie auf dem Tisch in Eingang gefunden hatte. Sie war fast so vertieft, dass sie den Mann, der ein wenig zu hektisch die Tür schloss, um ein Besucher zu sein. "Oh, kennen wir uns?", fragte ein Stimme, die einem kaum hörbaren Akzent. Tiferet war gerade zu bequem, als sie die Mühe machte zu sehen, wer vor ihr war. "Bist du der Freund von Hod?" "So würde ich es nicht bezeichnen" Seiner Stimme hatte die Hektik von jemand, der gerannt war und nicht ausser Atem kam. Ein dumpfes Geräusch Informierte sie, dass der Sessel ihr gegenüber in Besitz genommen worden war. "Was liest du?" Jetzt schielte sie doch über den Rand ihrer Lektüre. Zwei glasige Augen sahen aus einem hölzern wirkenden Antlitz. Sie studierte, ob es hierbei um eine Maske oder dem eigentlichen Gesicht handelten. "Hmm… Das Buch kommt mir bekannt vor. Sag mir was du über die Protagonistin denkst, nach dem du fertig bist, Schönheit" "Hmm…" Sie war mehr interessiert weiter zu lesen, als dies gezwungen wirkenden Konversation teil zu haben. Wieder ein dumpfes Geräusch. Ein flüstern war zu hören. "Ihr seit alle so abweisend und emotionslos…" Tiferet seufzte. Sie würde später versuchen zu lesen. "Ich interessiere mich nicht für andere…Wer bist du überhaupt? Du wirkst zu fidel um ein Zweig zu sein, also müsstest du niedere sein, was mich zu meiner zweiten Frage komme: was willst du?" Mehr als ein genervtes Stirnrunzeln machte sie nicht die Mühe zu zeigen. „Ich bin Malkuth und habe…“ „Der Zweig, der sich fangen lies?“ Malkuth verzog das Gesicht ein wenig pikiert. „Ja…und ich versteck mich vor Gevurah“ Tiferet war überracht über seine naive Ehrlichkeit und ihr Interesse war doch geweckt. "Warum bist du anders?" Malkuth schnaubte. "Nett dass du fragst" Tiferet steckte das Buch weg und lehnte sich leicht vor. "Warum bist du anders?", wiederholte sie. Malkuth sah überrascht aus, so weit es die Maske zu lies. "Weil…", er hob ein planlos die Hände, "Weil ich es will… Ich will halt gemocht werden" "Warum?" "Warum was?" "Warum?" "Warum was" "… Warum willst du gemocht werden?" "Du sagtest dich interessieren andere nicht, aber warum nicht?" Tiferet kam aus dem Konzept. Weshalb interessierte es, was ihre Gründe war, dass sie sie war? Was kümmerte es sie, dass es ihn interessierte. In ihrem Kopf


Malkuth sass regungslos im Sessel in einer der kleineren Hallen, die in jeder der Seiten des Schlosses und im Zentrum sich unterhalb von der Grossen Saal befanden. Er hatte gehofft, dass er so die Wahrscheinlichkeit Daath zu treffen erhöhte. Und seine Natur erlaubte ihm geduldig zu sein.

Wenn ich so nachdenke, ist diese Trance dass was den menschlichen Schlaf nahekam.

Als so harte er aus, gleich welche Zeit es bräuchte. Die Mechanik wurde loser und seine Züge wurden neutraler, bis sein Blick starr war.

Als Chesed zufällig durchlief, entdeckte sie eine lebensechte Puppe, die scheinbar von einer ihrer Schwestern oder Brüder dort liegen gelassen wurde. Mehr aus einem künstlerischen Ehrgeiz als aus echte Neugier ging sie zu ihr. Sie war beeindruck. Die Gliedmassen waren von einem Könner geformt und die Gesichtszüge waren filigran… Ah, hierbei handelt sich um eine Maske, die so passgenau an den Kopf anlag, dass der Übergang nicht ersichtlich war. Sie streckte vorsichtig die Finger aus, um über die…
Wie ein Feder schoss eine Hand hoch und griff ihren Handgelenk, fester als beabsichtigt. Die Augen erwachten und drehten sich zu Cheseds Gesicht. Malkuth schwieg und sah mit ausdruckslosen Augen. Ausser ein kleiner Schreck, empfand Chesed nichts. Als Malkuth die Situation genügend studiert hatte, löste er den Griff und lies damit die Hand frei. "Warum?" "Wie bitte?" "Warum faszinierte Sie sie?", differenzierte Malkuth seine Frage. Chesed, heimlich das Gelenk reibend, traute der Ruhe, mit der ihr Gegenüber sprach, nicht.


„Und wie war es, zurück bei deiner ‚Familie’?“ Seine Freundin goss ihm in seine Tasse den Tee ein. Er seufzte, während er seine Maske auf dem Wohnzimmertisch studierte. "… Ich fühle mich fehl am Platz. Sie behandeln mich wie ein Kind", er schmunzelte spitzbübisch. Sie sah ihn mit gespielten Tadel an. "Ich wollte Gevurah beobachten und habe ihn dabei verärgert" Er wurde wieder ernst. "Nichts Positives?", sie bot ihm etwas von ihrem frischen Gebäck an. Er legte den Kopf zur Seite, unsicher über die Antwort. "Ich habe mich mit Tiferet angefreundet und hatte ein paar interessante Gespräche" Er dachte über die Beziehung die er zu seinen Gegenüber hatte.

Sie waren zusammen aus der ehemaligen Abteilung XXV geflüchtet. Sie verband nicht nur diese Ereignis, da Magistra Wunder schon vorher mit ihm Kontakt gehabt hatte, bevor er gefangen wurde, sogar bevor sie einen anderen Namen annahm. Auf eine Art hatte sie ihm gehoffen in das Kollektiv zu kommen.

"Wie sieht es bei dir aus? Offenbar versuchst du dich am Backen" Sie legte den Zimtstern, an dem sie gerade geknabbert hatte, und holte zwei Näharbeiten hervor. "Ich habe versucht, nach dem Verlust des Prototypen, einen neuen Umhang zu machen" Er erkannte an der Farbe und Strucktur den besonderen Stoff. "Das Zweite ist ein Kleid" "Das ist relativ klein" Sie lächelte. "Es ist auch für ein Puppe" Er sah ein wenig überrascht aus. "Keine Angst. Ich ersetze dich nicht. Ich möchte nur nach der Zeit in der 25 etwas friedlicheres und unschuldiges machen" Sie beobachtete gebannt, wie er seinen Tee trank und das Gebäck ass. Er sah verlegen auf die Tischplatte. Sie lächelte: "Es tut mir leid, es ist nur faszinierend wie menschlich zu wirkst" Ihr Gegenüber wackelte geschmeichelt hin und her und war versucht seine Gesiecht wieder hinter der Maske zu verstecken. "Ich… Das habe ich von den anderen auch gehört, aber bei dir weiss ich, dass es etwas gutes ist" "Dabei habe ich Mühe gegeben, die wieder zusammenzusetzen. Soll ich mal überprüfen?" Er nickte. Sie stellte sich hinter ihm, die Hände an seinem Kopf. Ruckartig bewegte sie den Kopf, der knacksend nach gab.

"Und?", er ruhte gerade auf dem Tisch. Besser gesagt sein Kopf. Seine Freundin wischte sich laut ausatmend die sauberen Händen ab. "Ich bin und bleibe ein Leihe… Ich hatte eh vor, nach einer Person zu suchen, die mir bei so was hilft" Sie zeigte ihm einige 'Bewerber' und Fotos. Seine Augen sahen so gut es ging sie an. "Aber nicht fündig geworden?" Sie rümpfte die Nase. "Ich habe versucht jemanden aus diesem Kult zu überreden, die haben mich aber nicht ernstgenommen, selbst bei den 'Chorkanben' von den Maxwellisten hatte ich kein Glück, fanden mich zu altmodisch. Ich bin noch zu namenlos, um mit dem Grossen mitzuspielen", sie schnaubte belustigt, "Ich kann schwer als 'Wunderfrau' auftreten, da wäre die Ex-Stazi auf meinem Türvorleger" "Und warum nimmst du nicht deinen alten Namen?" Sie antwortete nicht. An der Tür war ein Klopfen zu hören und ein knabenhafte Kurzhaar-Frisur streckte den Kopf hinein. "'tschuldigung, dass ich gelauscht habe, Mama Mira,aber ich habe meine Lieblingskekse gerochen" Die Frau, die mit Mama Mira angesprochen wurde, sah jetzt mit unechten Ärger zum Mädchen. "Meitschi1, du weiss, dass sich das nicht gehört. Aber da du mir eh bei Amilies Kleid helfen muss…" Sie Stockte. "Ich weiss es! Heureka!"
Verwirrt sah das Mädchen zu ihren Gast, nur kurz zögernd, dass dieser aus ein Körper und ein Kopf bestandet. "Was weiss sie jetzt?" "Einen neuen Decknamen", klackend lies der Mann die die Halsteile einrasteten. "Wie Unhöflich, ich werde Alice gerufen" Alice reichte begeistert ihre Hand, die ergriffen und geschütelt wurde vom Vollständigen. "Ich bin der Zweig Malkuth, nenne mich aber Marion'"


"Ich hatte wieder diesen Traum" "Entschuldigen sie, meine Krone?" "Ich habe wieder geträumt von einer Person, dies mal erkannte ich sie als eine Frau" Malkuth versuchte nicht zu sehr seine Neugier zu zeigen. Kether sah zu ihm. "Sie lächelte", war das einzige was Kether hinzufügte. "Soll ich einer meiner Zweigschwester oder…" Er wurde von Kethers erhobenen Hand unterbrochen: "Nein. Ich denke dass er du der Schlüssel bist, Königreich. Sag mir, wie heisst deine Bekannte?"


Die Krone umfasst alles. Die Zweige sind nur ein Teil eines majestätischen Ganzen, die sterben und von neuen wachsen. Mit ihnen kommen Früchte und Blätter, die kommen und gehen, wenn es Zeit ist. Die ist unser Gesetzt, dass wir wissen und verstehen. Mit der Zeit lernt der Baum und mit ihr Weisheit, die zu unserem Triumph führt. In seinem Schatten ist des Baumes Königreich, das auf der Liebe zum Empfindsamen aufbaut. Selbst wenn die Krone kahl ist, so sind immer die Zweige, die der Ursprung seiner Schönheit sind und sie weiter tragen.

"Loblied an den Weltenbaum", unbekannter Autor


Geschichten, die ich nicht weiterführe (Weil ich mich auch dafür schäme…):